Dezember 1

Innovation

So oft wie heute auf Produkten jeglicher Art „neue Rezeptur“, „noch besser“ oder verbesserte Rezeptur“ zu lesen ist, legt sich einem die Vermutung nahe, dass die Hersteller mit jeder Charge, die sie von ihrer Pampe zusammenrühren, einfach ohnehin nur ungefähr versuchen, das ursprüngliche Rezept nachzuempfinden.

Die Differenz verkaufen sie dann einfach als Innovation.

März 25

Sie… sie wollen PHP in ein Korsett zwängen…

Mit aufsteigender Beklemmung musste ich das lesen:

Programmiersprache Hack offiziell verfügbar

Da kommen diese Streber von Facebook, wahrscheinlich Allemann durch den Börsengang, der am Ende doch besser verlaufen ist, als zunächst angenommen, Millionäre (verdammt!), und schicken sich an, in einer Pause zwischen dem Kaufen von Whatsapp und der generösen Vernetzung der Welt, meiner Lieblingsprogrammiersprache das zu nehmen, was eine Skriptsprache ausmacht: die totale Freiheit, während der Laufzeit zu entscheiden (oder auch manchmal einfach gar nicht zu wissen), welchen Typs eine Variable grad ist.

Ich gebe allerdings auch zu, dass diese Freiheit das ist, was es mir im fortschreitenden Alter erschwert, auch mal was in Compilersprachen zu programmieren. Die ständige Konvertiererei und Rätselei, welcher Stringtyp das denn nun gerade sein muss und Ausnahmenbehandlung sind das, was ich am Programmieren nicht mag.
Ich will mich ransetzen und schnell Ergebnisse sehen. Quick&Dirty. Nicht optimal, aber: verdammt, ist ja auch nur noch ein Hobby.

Und Facebook soll damit aufhören!

November 30

Obst-Gemüse-Woche

Die Challenge beginnt.
Ich steige mit 113,7 kg ein. Duri hat sich noch nicht gemeldet.

Ich habe nun schon meinen Einkauf erledigt. Gegessen werden nächste Woche zweimal Wraps, (wahrscheinlich auch zweimal) Zucchini-Spaghetti á la Hiltmann und diverse Mahlzeiten, wie Frühstück und so werden mit Obst und Gemüse bestritten. Meine (1.) Frühstückstoasts und mein (2.) Frühstücksmüsli werden nächste Woche Pause machen.
Gemüsesäfte runden den Plan ab, denn Gemüsesäfte sind toll 😉!

Einkauf für die Obst-/Gemüsewoche

Mai 17

Facebook killed the Blogging Star

So. Nach fast 7 Jahren mach ich hier erstmal Dicht.

Viel geschrieben habe ich ja ohnehin nicht mehr in den letzten Jahren. Und hinzu kommen nun die neuen Kanäle wie Facebook, Twitter und was nicht noch alles, die ich nicht ignorieren kann. Und alles doppelt und dreifach zu posten will ich gar nicht erst anfangen.

Um nun also mehr Ordnung in den Kopf zu bekommen und in Zukunft nicht mehr in den Zwiespalt zu geraten, wo ich denn was posten soll (um es am Ende ganz sein zu lassen), wende ich mich nun ab vom BenBlog.

Danke, war schön. Wer Lust hat, klickt sich noch einmal durchs Best Of, ansonsten wird hier bis auf Weiteres nichts mehr passieren. Die Seite wird aber online bleiben, schon allein, damit sie nicht den lauernden Domainhändlern anheim fällt.

Kommentare sind weiterhin willkommen!

Tschö,
-Ben

März 15

Seed – Das Grauen von einem Film

Ohne auch nur zu ahnen, dass es sich bei diesem Film um einen Uwe Boll-Film handelt, hatte ich beschlossen, mir Seed anzusehen. Natürlich wusste ich es dann ab dem Vorspann, aber nun war ich einmal hier und der Film lief. Ich habe mein Bestes gegeben.

Womit fange ich an? Mit dem Anfang, der uns warnt, dass authentische Bilder mit der fiktiven Geschichte vermischt wurden. Was damit gemeint ist, erfährt der Zuschauer sofort, als ihm minutenlange, gegebenenfalls echte Tierquälereien gezeigt werden. Nach all den Jahren als Filmschaffender, als Visionär des Storytelling und Effektkinos offenbar Bolls einzige Möglichkeit, den Zuschauer dem Wesen seines Helden (?), des Massenmörders Seed näher zu bringen. Handwerk geht anders.
Seed nämlich belieferte die Polizei zur Beschleunigung seiner Festnahme mit Videos, auf denen er immer größere Daseinsformen dem Tod und der Verrottung preisgibt – wenn Sachkunde aus dem Ruder läuft. Mehr erfährt man von Seeds vergangenen Missetaten nicht. Im Ganzen versteht man den Killer am Ende als so etwas wie einen zurückgebliebenen, der einfach alles kaputt spielt. Aber jedenfalls muss er grottenhässlich sein, denn selbst im Gefängnis lässt man ihn seine Killer-Lumpen-Kappe weiter tragen. Klar.

Und nun zur Handlung: er wird geschnappt, kommt auf den elektrischen Stuhl, der geht kaputt, er nicht, wird lebendig begraben (Seed, nicht der Stuhl) und – spätestens jetzt wähnt Boll uns auf der Seite des Killers – rächt sich fies.

Uwe, ach Uwe. Irgendwie versemmelst Du es immer. Am Ende stimmt immer weniger, als dass es passt – wobei es bei diesem Machwerk eigentlich schon mit der ersten Szene gelaufen war.

Dass der Film in den 70ern spielen soll, wird einem sehr früh in einer Traumsequenz quasi ins Gesicht gebrüllt: lustige Hemden und Jacken tun ihre Pflicht. Danach ist die Ausstattung weniger aufdringlich, fast schon authentisch, die Wohnungen sind aber teils so detailverliebt eingerichtet, dass die nichtssagenden Charaktere darin irgendwie deplatziert wirken.

Die Charaktere. Wer hat eigentlich Ralf Möller erlaubt, sich selbst zu synchronisieren? Oder schauzuspielen?

Und was war nochmal mit der Logik? Unnötig. Warum wird der Massenmörder (666 Morde-muharhar)  in schwärzester Nacht von genau 5 Polizisten, die sich verhalten als ob sie auf einen Jagdausflug fahren, festgenommen? Natürlich teilen sie sich in mindestens 5 Gruppen auf um dem offenbar zurückgebliebenen (oder doch hochintelligenten – oder nur handwerklich begabten) Killer einzeln in die Fallen zu tappen.
Und warum verpasst ihm keiner einen Kopfschuss nach dem 2. Versuch, ihn auf dem elektrischen Stuhl zu grillen? Nein, er wird lebendig begraben, denn das ist momentan sehr schick in Hollywood.
Und natürlich fährt der Protagonist am Ende ganz allein um seine Familie… ach… is ja gut.

Also, was ist der Film?

  • Eine Matinee der Grausamkeiten, an der den wenig SAW-geprüften die Gewaltdarstellung ab und zu flashen kann, wenn er denn grad eine Pause vom Kopfschütteln macht.
  • Eine unsägliche Gurke, die man wirklich niemandem zumuten sollte.
  • Ein nachhaltiges Plädoyer dafür, nie wieder einen Film der Kategorie Splatter-Thriller zu konsumieren.
  • Und hoffentlich wird er verhindern, dass ich mir weitere Boll-Werke anschaue. Doch ich befürchte, dass meine Neugier, sehen zu wollen, wie viel schlechter seine Filme noch werden können, dem Wohl im Wege stehen wird.