Mai 10

Frühjahrsputz

Heute morgen wäre ich sowas von bereit gewesen, den dringend notwendigen Frühjahrsputz zu zelebrieren. Im Mai, ja okay, etwas spät, aber der Frühling ließ ja auch auf sich warten.

Grund waren sicherlich Schlafentzug und eine zu hohe Dosis zu starker Kaffee am frühen Morgen, an die ich mich jetzt aber gewöhnen sollte weil ich sonst – wie letztes Wochenende – es nur schaffe rumzugammeln, wo ich doch eigentlich die Produktivität als Zentrum meines Daseins betrachte und mich darüber auch identifiziere.

Nunja, jedenfalls hat mich der Arbeitsbeginn gegen 9 Uhr davon abgehalten, weiterzuwüten, habe aber zu Hause bereits die Kanne Kaffee aufgesetzt, die mich heute Abend wieder in Laune bringen wird, und wenn mich World of Warcraft nicht davon abhält, werde ich auch ein wenig Ordnung schaffen (auch wenn ein wenig bei weitem nicht ausreicht).

April 21

Fastentag

Die Idee ist ja nicht neu. Andere nennen ihn den Schalttag und begehen ihn etwas anders, aber mich persönlich hat neulich der Rappel gepackt, einen Tag je Woche mal nichts zu essen.

Vorgestern zelebrierte ich das zum zweiten Mal, und nachdem der erste Tag in eine Woche mit Ostern fiel und dementsprechend nich viel Erfolg mit sich brachte, sehe ich nun bei einer ausserplanmässigen Wiegung bereits einen Erfolg (der sich mei mir immer erst mit midestens einem Kilo Differenz zur Vorwoche bemisst).

Wichtiger als das ist jedoch die damit verbundene Motivation, dies als Grundlage für weitere Massnahmen zu sehen, wie am Wochenende auch mal raus zu gehen, oder auch mal wieder das Fitness-Video einzulegen (und mitzumachen), heute Abend beim Grillen nicht über die Stränge zu schlagen und so weiter.

Im großen und Ganzen also ein gelungenes Experiement, der Fastentag, von dem ich ja auch nicht wusste, ob ich ihn überhaupt durchstehen würde, aber das Geheimnis ist wohl, an diesem Abend keine Langeweile aufkommen zu lassen. Nicht vor die Glotze hängen sondern noch am PC was machen, und wenn es nur spielen ist.

Ich warte noch ein paar Wochen und schaue, ob es auch langfristig eine erfolgversprechende Massnahme ist.

Oktober 30

Aufräumen

Ich bin erschüttert…
Auf meinem Schreibtisch finde ich beim Ausmisten einen Zettel, den ich im Januar gedruckt habe… ein hübscheres Klingelschild für die Haustüre.
Hinten drauf steht Januar 2005… wohl aus irgendwelchen Gründen der Zeitkapselung seinerzeit von mir dort hingekritzelt.

Nunja… er ist noch gut, keine sichtbaren Knicke.
Ich streiche Januar und schreibe Oktober, und werde ihn gleich in die Klingel einsetzen.

Oktober 28

Begegnung mit Andreas Eschbach

Nun war er da, der Tag, auf den ich mich lange gefreut habe, und der Mann, für den dasselbe zutrifft: Andreas Eschbach.
Ein wenig habe ich mich eventuell hineingesteigert, was aber schon einbis zwei Wochen zurückliegt. In der letzten Woche hatte ich leider kaumZeit und Muße, mich darauf zu freuen.

Ich habe versucht, sein neues Buch vorher zu lesen, schaffte aber nur die Hälfte, was ich aber nicht als schlimm empfinde. Tiefergreifende Fragen hätte ich aus Gründen der Geheimhaltung vor den Noch-Lesenden ohnehin nicht stellen dürfen, und selbst so eine Frage wie die, die mir spontan noch einfiel, was ihn bewogen habe, die Figur, die er auf den ersten einhundert Seiten aufbaut, plötzlich aus so einem dunklen Licht zu zeigen, habe ich mir verkniffen, da ich leider nicht weiss, wie das Buch nach Kapitel 24 weitergeht und meine Frage sich somit erübrigt haben könnte.

Doch drei Fragen hatte ich mir ja trotzdem noch in letzter Stunde zurechtgelegt, leider kam ich nur zu einer, da die anderen Beiden so ähnlich von anderen Personen gestellt wurden.
Meine Frage war, wie lange er an seinem ersten Buch geschrieben habe, nachdem er bereits erklärt hatte, dass er heute an einem Buch ein bis zwei Jahre arbeite. Ich war überrascht und fast schon am Rande des Selbstzweifels, als ich erfuhr, dass er Die Haarteppichknüpfer in einem Jahr geschrieben hatte, nachdem das erste Kapitel bereits lange vorher als Kurzgeschichte existierte.

Kurzgeschichte. Ja. Das ist das, was ich nicht kann – wie vieles anderes auch. Ich habe viele Ideen, von denen ich sogar einige als Kurzgeschichte hergeben würde, aber ich habe noch keine geschrieben. Noch nicht einmal ein Exposé oder dergleichen.
Warum? Weil ich nach den groben Grundzügen einer Geschichte inkonsequenterweise nicht in der Lage bin, mich auf Details festzulegen. Weil in Details meine Phantasie versagt oder ich weiss es nicht.
Ich tippe auf den ersten Punkt.
Aber das ist mein altes Problem und das soll jetzt nicht hier hinein.

Eschbach war charmant. War witzig und fühlte sich anscheinend wohl hinter seinem Pult, nachdem er die ersten sechs Kapitel von Der Nobelpreis in leicht gekürzter Fassung vorgelesen hatte.
Nach der, zum Glück, nicht zu kurzen und auch nicht zu langen Fragestunde nahm er sich Zeit für das Signieren seiner Bücher, wobei auch ich mich einreihte, nachdem ich einige Fotos gemacht hatte. (Vom signieren habe ich leider gar kein Foto).
Ich bin ja eigentlich gar nicht für so etwas zu haben, aus der Reihe zu fallen, meine ich, Dinge von Menschen zu verlangen meine ich auch, und hatte insgeheim gehofft, meine Mutter und mein Vater würden sich noch mit je einem Buch anstellen, aber am Ende stand ich dann mit 5 Büchern vor ihm und fragte, ob es zu vermessen sei, mit meinem halben Bücherregal anzutreten, wobei die Hälfte auch noch Leseexemplare seien. Anscheinend war dem nicht so. Jedes Buch hat eine persönliche Widmung erhalten, über die ich mich zu Hause erst einmal vor lauter Aufregung scheckig gelacht habe. Der Mann hat Humor, aber das war abzusehen, wobei „Für Ben, den Fan“, noch am unspektakulärsten war.

Ja, da stand ich nun, direkt vor ihm. Habe mir nach jeder Unterschrift eine hoffentlich lustige Bemerkung einfallen lassen und habe einige Minuten seiner Zeit verbraucht. Eine optimale Ausgangssituation um daran anzuknüpfen, wenn ich ihm eine eMail schreibe um ihm den Link für den Bericht auf unserer Homepage zu senden. Vielleicht erinnert er sich ja doch ein wenig an mich… denn insgeheim wünsche ich es mir, was immer das zu bedeuten hat.

Nach der Lesung stellte sich plötzlich die Frage, wie der Autor in’s Hotel zurückkäme und meine Mutter fragte ihn spontan, ob wir ihn fahren könnten.
Jetzt, im Nachhinein macht sie sich Vorwürfe, ihn nicht zum Essen eingeladen zu haben, nachdem er geäussert hatte, noch etwas zu sich nehmen zu wollen – was ihr allerdings zu spät eingefallen war. Und ich weiss, dass sie darüber noch lang mit sich hadern wird, obwohl ich nach Kräften versucht habe, ihr zu versichern, dass er nicht den Eindruck gemacht habe, sich jetzt noch Gesellschaft zu wünschen. Tatsächlich machte er einen etwas scheuen Eindruck, wofür ich mich auf Grund meines mieserablen Talents der Menschenkenntnis jedoch nicht verbürgen würde, und zum Anderen habe er eine anstrengende Woche hinter sich.

Insgeheim, so sehr ich es mir gewünscht hätte, wollte ich es auch wiederum ganz und gar nicht, dass diese Situation passieren möge, denn nichts wollte ich weniger als dass meine Mutter mit einem Nebensatz womöglich auch noch erwähnte, ich habe auch einmal Allüren entwickelt, etwas zu schreiben.
Diese Situation wäre das schlimmste … und das großartigste zugleich gewesen. Mit jemandem Diskutieren zu können über das, was mir beim Schreiben Probleme bereitet, was wäre das für eine große Hilfe gewesen?
Andererseits kann ich mir nichts so gut vorstellen wie die Tatsache, dass jeden Abend der vergangenen Woche jemand zu ihm gekommen sei um ihn mit seinen zu Papier gebrachten Marotten zu beglücken. Und am Ende dieser Reise käme dann da noch so einer der seine Mutter vorschickt um dieses Thema anzukratzen nur um vom Herrn Eschbach seine Schreibblockade, die ihn noch vor dem ersten Buch heimsuche, therapieren zu lassen. Bloß nicht!
Dieses Argument behielt ich schließlich für mich und erklärte ihr, dass er womöglich schon Angst vor mir gehabt habe, nachdem ich, Derjenige mit den meisten Büchern beim Signieren, sich plötzlich im selben Auto platzierte, auf dem Weg in’s Nirgendwo. Muharhar, nein, da hätte ich mich sicher nicht auch noch einladen lassen.

Nun ja, wie soll ich schließen. Dies ist ein Blog und kein Psychiater.
Inspiration habe ich mir erhofft, und ich habe sie auch bekommen, allerdings in anderer Weise als ich gedacht hatte.
Ich werde nun nicht die nächsten zwei Tage über meinen Charaktären brüten, Kapitel schreiben und so fort.
Ich werde in Zukunft mehr lesen. Diese Lust hat mir schon Der Nobelpreis gemacht. Auch will ich mit meinem Handy in Zukunft Gedankenfetzen aufnehmen… sprachlich, versteht sich, denn am heutigen Tag hatte ich ein paar schöne Ideen, die nun leider wieder weg sind. Den MindManager will ich zum sortieren von Notizen und dieser Ideen verwenden.
Ich sollte Magazine lesen. Politik, Zeitgeschehen, all so Sachen, die mich bisher nicht wirklich interessieren, doch diese Art der Informationsaufnahme ist zu wichtig um den Grips am laufen zu halten, als dass ich sie vernachlässigen sollte.

Ich muss konsequenter werden, was meine Bücher angeht. Konsequenz, eine Fähigkeit deren Mangel ich bei Anderen immer als Erster bemängele, doch mir selbst fehlt sie am meisten.

Oktober 28

Heute

Boah, der Letzte Eintrag echt so lange her?
Ich schätze was ich noch vor einem Kreativ-Schreiben-Kurs brauche ist einer für’s Zeitmanagement.

Heute ist also der Tag, an dem Andreas Eschbach liest. Hier bei mir zu Hause… naja, die Stadt ist immerhin dieselbe. Dass mich das freut, habe ich ja schon erwähnt. Leider ging meine Euphorie in der letzten Woche im Alltag unter und heute früh fiel es mir eher beiläufig ein, was heute für ein Tag ist.
Dummerweise konnte ich dann auch noch meine Ausgabe von Die Haarteppichknüpfer nicht finden, im Bücherregal klafft an dieser Stelle eine Lücke, die ich mir bisher nicht erklären kann. Verflixt, dann wird er mir nur Quest signieren können.

Der Nobelpreis habe ich nur ca. bis zur Hälfte geschafft, die Zeit war einfach zu knapp und ich meist zu müde, und da ich mich die letzten Tag gar nicht weiter drum gesorgt habe, weiss ich auch immer noch keine Frage, die ich stellen könnte, aber was solls, bin ich halt spontan oder lass es.

Jetzt erstmal wieder Arbeit.

Oktober 19

Ich bin schon ganz hibbelich

Wieso? Ganz klar!

am 28.10., also in knapp 2 Wochen kommt Andreas Eschbach in meinen Heimatort.
Andreas Eschbach? Wer das ist? Nu hör aber auf!

Er ist Autor vieler Bücher, die ich gelesen habe und die ich vor Allem auch gut  fand.

Die Haarteppichknüpfer habe ich innerhalb von 10 Stunden aufeiner Fahrt aus der Schweiz nach Hause gelesen – ich bin sonst eher ein langsam-leser – und lese einige Kapitel manchmal wieder, weil sich die Atmosphäre dieses Buches an manchen Stellen so verdichtet, dass es wieder genügt, um es sich wieder komplett in’s Gedächtnis zurufen.

Quest habe ich nicht so schnell gelesen. Es ist ungleich dicker und gehaltvoller, teils langatmiger aber durchweg interessant. Hauptsächlich die Verknüpfung zum Universum von Die Haarteppichknüpfer war faszinierend, und etwas ähnliches habe ich auch für meine Bücher vor.

Eine Billion Dollar habe ich als Hörbuch genossen und war gespannt, was der einfache Pizzabote mit seiner enormen Erbschaft anzustellen gedachte. Es war wohl drastisch gekürzt, aber an so ein dickes Buch mit dem Thema Wirtschaft, wenn es auch ein Thriller war, bin ich bisher nicht rangekommen, auch wenn es mir immer wieder nahegelegt wurde.

Das Jesus Video – ein spannend erzählter SciFi-Thriller mit dem gänsehautigsten Ende, das ich je gelesen habe. Von dem TV-Zweiteiler auf Pro7 war ich ungefähr so enttäuscht wie der Autor selbst, habe mich aber trotzdem gefreut, dass dieses Buch verfilmt wurde, auch wenn die Gänsehaut am Ende ausblieb.

Kelwitts Stern war eine schöne Geschichte über einen Ausserirdischen Besucher bei einer deutschen Familie. Durchweg interessant geschrieben, denn sonst hätte ich es nicht zu Ende gelesen, wie

Solarstation, in das ich einfach nicht richtig reingekommen bin. Der Vollständigkeit halber werde ich es aber noch einmal versuchen ;).

An Der letzte seiner Art bin ich auch nur als Hörbuch herangekommen, und fand es im Nachhinein auch gut so. Rückblickend muss ich sagen, fehlt dem (Hör-)Buch irgendetwas. Vielleicht habe ich aber auch nur etwas verpasst.

… wenn ich mir das so durchlese, muss ich sagen, mehr als die Hälfte der Bücher, die ich in den letzten Jahren konsumiert habe, waren von Eschbach, und das muss ja wohl einen Grund haben.

Andererseits bin ich vielleicht auch so hibbelich, weil ich mir ihn ganz heimlich als Vorbild auserkoren habe. Softwareentwickler in der Weltraumtechnik – okay, parallel ist anders, aber ich stelle mir dann gern vor, dass es auch mir gelingen kann, eines Tages mein erstes Buch fertigzustellen. Warum nicht?

In den letzten Tagen habe ich mal wieder auf seiner Webseite gestöbert, Kurzgeschichten gelesen und was er sonst so schreibt. Besonders stolz bin ich ja auch, dass er überhaupt in meinen Heimatort kommt, wo die anderen Stationen dieser Lesereise doch sonst sämtlich in den alten Bundesländern liegen und wie Hannover, Braunschweig und Düsseldorf allesamt ein paar Nummern größer sind. Ein großes Lob und Dankeschön geht hierfür an unserer Chefin der Bibliothek!

Tja, was erwarte ich? Was werde ich tun?
Obwohl es mir unter den Nägeln brennt, werde ich NICHT hingehen und sagen, Hallo, ich will auch ein Buch schreiben. Neenee. So nich.
Ich will diesen Abend einfach als Inspiration nutzen, als Anstoß wieder etwas an meinen Geschichten zu schreiben, vor Allem, Entscheidungen zu treffen, was die Figuren und Handlungen angeht, worin ich noch keine Kapazität bin.
Ja, Inspiration ist es, was ich mir von diesem Abend erwarte.

Gestern abend habe ich dann noch die ersten 10 Kapitel von Eschbachs aktuellem Buch gelesen, Der Nobelpreis. 70 Seiten in 2-3 Stunden sind für mich eine Meisterleistung und ich muss sagen, es wurde mir auch leicht gemacht. Bisher habe ich alles laut gelesen und habe mich sehr über die schnellen und mir teils angenehm witzg erscheinenden Dialoge gefreut.
Etwas weniger interessant empfand ich die Schilderungen der Förmlichkeiten rund um die Veranstaltungen des Nobelpreises, aber das liegt wohl eher an meinem generellen Desinteresse an königlichen Banketten und Sonstigem.
Ich will die 500+ Seiten in den nächsten Tagen noch schaffen, immerhin weiss ich noch nicht, was ich Eschbach in der eventuellen Frage-und-Antwort-Runde für Fragen stellen könnte.

September 9

Naschkatze

Gestern habe ich mich bei einem Forum angemeldet. Gut, das kommt öfter mal vor, hier mal ne Frage stellen, da mal nen Kommentar abgeben, aber jetzt wird’s ernst: ich werde mich dort beteiligen.

Und worum geht’s? Klar, um’s abnehmen, meiner ewigen Berufung. Eigentlich war ich nur auf der Suche nach ein paar Informationen, welche Möglichkeiten es gibt, einen Abnahmestillstand zu beenden, hab dazu auch viel in gefunden, allerdings nur in einem Forum mit LowCarb- und Atkins-Aktivisten. So weit ist es bei mir ja noch nicht.

Dann hat mich der Ehrgeiz gepackt, ob es denn nicht noch andere Foren mit normalen Abnehmenden gibt, und viel war es nicht, was ich da gefunden habe, aber ein Forum war mir irgendwie sympatisch, und ich blieb hängen, hab mich angemeldet und ein Hallo-ich-bin-der-Neue-Post geschrieben.

Nette Menschen dort, das muss ich sagen. Vielleicht gelingt es mir ja diesmal, einem Forum mal über längere Zeit treu zu bleiben; immerhin hilft es ja beim abnehmen ;).

Achso: www.naschkatzen.com