Mai 17

Facebook killed the Blogging Star

So. Nach fast 7 Jahren mach ich hier erstmal Dicht.

Viel geschrieben habe ich ja ohnehin nicht mehr in den letzten Jahren. Und hinzu kommen nun die neuen Kanäle wie Facebook, Twitter und was nicht noch alles, die ich nicht ignorieren kann. Und alles doppelt und dreifach zu posten will ich gar nicht erst anfangen.

Um nun also mehr Ordnung in den Kopf zu bekommen und in Zukunft nicht mehr in den Zwiespalt zu geraten, wo ich denn was posten soll (um es am Ende ganz sein zu lassen), wende ich mich nun ab vom BenBlog.

Danke, war schön. Wer Lust hat, klickt sich noch einmal durchs Best Of, ansonsten wird hier bis auf Weiteres nichts mehr passieren. Die Seite wird aber online bleiben, schon allein, damit sie nicht den lauernden Domainhändlern anheim fällt.

Kommentare sind weiterhin willkommen!

Tschö,
-Ben

Januar 29

Vor’m Tierarzt sind wir alle gleich!

Auch auf die Gefahr hin, nur resigniertes Kopfschütteln zu ernten, stelle ich jetzt diesen Text hier rein, auf dass ich ihn endlich vom Desktop entfernen kann.

Was mich beim Schreiben seinerzeit geritten hat, kann ich nicht mehr nachvollziehen, aber zu schade zum Löschen ist er irgendwie doch.

Also dann, Verständnis- und Sinnfragen bitte über die Kommentarfunktion ^^.

„Vor’m Tierarzt sind wir alle gleich“

Eine These, die soeben entschied, sich selbst aufzustellen; doch mit welchem Ziel? Versuchen wir, ihr zu folgen.

Will sie implizieren, dass ein Jedermann, so er denn ein Haustier an seinem Leben teilhaben lässt, im Warteraum eines Veterinärs, oder selbst ihm Gegenüber einen Status von Gleichheit mit all den anderen Haltern der Patienten eben dieses hochgeachteten Vetreters seiner heilsbringenden Zunft geniesst, unabhängig von gesellschaftlichem Stand des Halters, dessen Monatseinkommen oder äußerer Erscheinung? So ließe sie denn vermuten, dass dieser Tierarzt nur die Patienten und dessen Wohl als Maßstab für sein Handeln ansetzt, und das wäre gut.

Doch eine These ist eine These, ist eine These. Der Weiterdenkende Leser erhebt sich nun und sagt etwas von hausbesuchenden Veterinärmedizinern, die das Wohl des Halters über das des Tieres zu stellen scheinen und durch die Geltendmachung nicht unerheblicher Gebühren zur Deckung der Kosten, die bei der Überwindung räumlicher Diskrepanzen entstehen, nicht dem soeben erwähnten Jedermann zur Verfügung stehen, da hier zumindest die Höhe des Einkommens und des Willens, dieses in höherem Maße als nötig für den treuen Lebensgefährten auszugeben, dem Gleichheitssatz widerstrebt.
Doch nehmen diese Tierbesitzer den Tieren nicht eine ganz wichtige Erfahrung indem sie ihnen nicht ermöglichen, eine Reise anfänglich unbestimmten Ziels in einem Käfig anzutreten, in dem sie – je nach Temperament – all die Symptome zeigen können, die auch ein Mensch in vergleichbarer Situation an den Tag zu legen versucht wäre, wenn man ihn in einen Raum, der nur einem wenigen Vielfachen des eigenen Körpervolumens entspricht, wiederum gepfercht in einen Raum in dem unheimliche Geräusche herrschen, der sich mit wechselnden Geschwindigkeiten an unbekannten Terrains vorbeibewegt, die man unbedingt zu erfassen versucht, ist? Lautes rufen, Versuche, die Sperrung zu durchbrechen, ein Verhalten wie ein wildes Tier an den Tag legen würde, das ein solch treuer Hausgefährte ja – da beisst die Maus keinen Faden ab – im Regelfall auch ist.

Oder denkt die These in eine ganz andere Richtung, die vermuten lässt, dass „wir alle“ uns vor einem Tierarzt in der Form gleichen, dass – trotz der im Regelfall, besonders im europäischen Raum, exzellenten Ausbildung eines Solchen – er mit uns einfach nichts anfangen kann. Nunja, das Geschlecht wird er noch ohne größere Schwierigkeiten bestimmen können, doch wird es ihm deutlich schwerer fallen, bei einem Gesundsteller (was das Gegenteil des Hypochonders ist), beispielsweise einen verstauchten Knöchel zu diagnostizieren.

An dieser Stelle ermüdet es die These, weiter in sich zu gehen, doch hat sie es offensichtlich weit gebracht, denn sie steht hier, lesbar für Jedermann.

Natürlich schwebte dem Autoren beim Verfassen dieses Textes keinerlei Diskriminierung Andersgeschlechtlicher vor, doch um den Text einfach und lesbar zu halten, verzichtete er in ihm auf die Erwähnung derselben.

Juli 26

„Vorgestern“

Eine Kurzgeschichte, die ich jüngst geschrieben habe. Ob das alles wirklich so passiert ist? Wer weiß! 😉

Zu lesen gibt es aber nichts, dafür zu hören, also klick und lad:


MP3 96kBit/s, 13 min, 9 MB


P.S.: Inspiration war sicherlich ein wenig Fleisch ist mein Gemüse von Heinz Strunk, das ich neulich erst gehört habe. Absolut empfehlenswert, hier mit Hörproben!

November 24

Fiction Writing

Ich bin begeistert!

Durch verschiedene Umstände bin ich heute auf fiction-writing.de gestoßen und fühlte mich gleich zu Hause. Ich werde ja gerne gefordert, am liebsten auf, und so wurde ich dort dazu aufgefordert, mich anzumelden und Kurzgeschichten zu kommentieren, die andere User geschrieben haben.

Das Beste ist für mich allerdings das Konzept, dass jeden Monat eine mehr oder wenig klare Aufgabe gestellt wird, ein Thema quasi, über das geschrieben werden soll.
Da will ich mitmachen.
Ausserordentlich wichtig ist es mir auch, endlich ein gewisses, kommunikatives Publikum gefunden zu haben!

Nun muss man allerdings erst einmal einen monat Probezeit bestehen und eine gewisse Anzahl Kommentare abgeben, bevor man selber etwas einreichen darf, also werde ich das tun!

Ein Problem ist allerdings, dass ich ab nächster Woche für einen Monat einen eher ungeregelten Tagesablauf haben werde, woran schon meine rege Teilnahme am Naschkatzen-Forum vor einiger Zeit leider scheiterte und nicht über die Hallo, ich bin neu-Mail hinausging.

Da werde ich mich einige Male unbedingt ganz doll treten müssen, bzw. mir etwas einfallen lassen um es einfach nicht zu vergessen.
Mit Glück stöbere ich heute Abend noch auf der Seite und verankere das Wissen um ihre Existenz somit ausreichend in meinem kurz- bis mittelfristigen Gedächtnis.

November 9

(Keine) Kurzgeschichten…

Nach meinem kurzen Selbstfindungsthread nach der Lesung von Andreas Eschbach hatte ich eigentlich nicht vorgehabt, noch sehr aktiv zu werden, was das Schreiben angeht, doch beim Aufräumen fand ich einen weiteren Zettel, auf dem ich mir vor Unzeiten eine Notiz gemacht hatte, die etwas mit Computer-Viren zu tun hatte. Damals überhaupt nicht fiktionär sondern als realistischer Entwicklungsgedanke, den ich allerdings in sieben kalten Wintern nicht realisieren könnte.

Und da passierte es.

Der feste Wille, daraus eine Kurzgeschichte zu machen, überkammich: Eine eher genaue als grobe Handlung erschien in meinem Geist, DieHauptfigur bekam einen Namen, ein Verhalten, eine Kindheit,Schicksalsschläge und Beweggründe die mir immer noch unheimlich logischund nachvollziehbar erscheinen.
Weitere Personen entwickelten Sich aus der Notwendigkeit heraus, dieGeschichte zu bevölkern. Sie haben Namen, eine gemeinsameVergangenheit…

Innerhalb weniger Stunden erschien dieGeschichte vor mir, als wäre sie bereits erzählt. Einige Ideen konnteich bisher noch nicht einmal unterbringen. Viele der Ideen notierte ichmir während handwerklicher Betätigung, was ich mir unbedingt merkenmuss: Wenn ich wieder etwas ausbrüte, sollte ich etwasstreichen oder restaurieren.

Schnipsel, Satzteile, kleinste Ideenaus den inspirierten vorangegangenen Tagen passten in die Geschichte,die sich da entwickelte, wie Puzzle-Teile. Ein tolles Gefühl !

Denanfänglichen Gedanken, hieraus eine Kurzgeschichte zu machen, mussteich aufgeben. Zu komplex erscheint mir nun allein schon die Entwicklungdes Protagonisten, der ich mit einer Kurzgeschichte nicht gerecht werden kann.
Und so begann ich, die Ideen alle niederzuschreiben, den zeitlichenVerlauf in Worten auf einer (eigens dafür aufgehängten) Tapete zu verewigen, der sich jedoch bishernoch bei zwei Dritteln verliert, allerdings nur weil ich schauen muss,was ich noch alles mit reinbringen kann und Teile vielleicht nochreorganisieren muss.

Und ich begann zu schreiben. Nicht viel bisher. Nach dieser Phase des totalen Durchblicks folgte die der totalen Ermüdung, auch ein wenig, was das Thema anging. Aber dabei entdecke ich grad, was mich beim Schreiben blockiert. Zum Einen eine sowieso vorhandene Konzentrationsschwäche, an der ich grad arbeite, zum Anderen die Tatsache, dass ich beim Schreiben versuche, eine Passage perfekt zu schreiben. Komme ich nicht auf ein Wort, das ich suche, weiss ich einen Fakt nicht oder mir fällt keiner ein, stocke ich, beginne Recherche, suche Worte, und das bringt mich total aus dem Fluss.

Ich muss lernen, was ich nun weiss, solche Stellen dann zu umschreiben und im Text zu markieren, denn durchlesen werde ich mir die Stelle noch einhundert mal und dabei kommen mir immer die besten Einfälle für Überarbeitungen.
Es scheint so, dass ich mir langsam gewisse Fähigkeiten erarbeite, die am Ende hilfreich sein werden.