Januar 16

Bamboocha

Ich bin ja ein Fan der aktuellen Kampagne von Fanta. Die Nutzung des Wortes Bamboocha halte ich für einen Geniestreich im Ringen nach Aufmerksamkeit und einer freien Internetadresse, selbst die Fernsehspots sind nett und witzig (über Radiowerbung sprechen wir bitte nicht, das wäre verlorene Liebesmüh!).

Aber die Formulierung im aktuellen Spot „Sei Bamboocha, geh in den Handel“ interpretiere ich als Kreativ-Tief der Agentur oder als massives Syncronisierungs-Problem, denn es wirkt doch sehr befremdlich, immerhin hat sich „der Handel“ bisher nicht wirklich als Synonym für den Kaufladen, Supermarkt oder den Konsum durchgesetzt.

Ich bin mir nun nicht mehr sicher, worum es in dem Spot genau geht, doch wenn es um ein Gewinnspiel geht (ich hoffe jetzt ernsthaft dass sie mit „geh in den Handel“ nicht „kauf unser Zeug“ meinen), vermisse ich doch die alte, vielleicht etwas eingestaubte, jedoch liebgewonnene Formulierung „Teilnahmekarten gibt es in jedem Sechserpack, in der Trinkhalle oder bei Coca Cola, Belgien“.

P.S.: Es werden übrigens arge Zweifel gehegt, ob es sich bei Bamboocha wirklich um ein hawaiianisches Wort handelt. Wenn nicht, wär es auch nicht so schlimm, aber warum gibt es den Artikel in der Wikipedia nicht mehr? Eine Verschwörung??

P.P.S.: Ohje, hoffentlich bekomm ich keine Abmahnung !
Lieber potentieller Abmahner, das Wort Bamboocha befindet sich im Titel dieses Artikels weder zu niederen Zwecken wie meiner persönlichen Bereicherung, noch im Ansinnen, eine Verwechslung mit der originalen Bamboocha-Seite herbeizuführen, sondern aus Gründen des nichtkommerziellen Infotainments. Sie werden bemerken, dass sich keine Werbeanzeige auf diesen Seiten befindet und seien wir mal ehrlich: bei diesem Blog zahl ich in Wirklichkeit mächtig drauf.




Verfasst 16. Januar 2006 von Ben in category "Kritik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Security Code: