August 19

Halo (PC)

Den Artikel hatte ich mitte 2004 geschrieben, hab ihn aber nie auf meine Homepage geupped. Hier darf er nun meine Kritik-Rubrik zieren.

Das Spiel Halo war von den ersten Bildern an ein Hingucker. Das ist jetzt bestimmt schon zwei Jahre her. Doch da sich Microsoft das Spiel als Exklusiv-Titel für die damals nagelneue X-Box sicherte, hatte ich schon sehr bald die Hoffnung aufgegeben, es mal richtig spielen zu können.
Deshalb hab ich es auch erst knapp ein halbes Jahr nach seinem Erscheinen für den PC gespielt – mein Begehren war einfach verklungen.
Dann gab es aber eine Demo auf einer CD-Rom, die ich gespielt habe. Sie war aber nicht sehr begeisternd: sehr ruckelig und der Level war eher mittelmäßig – herausstechend jedoch der Soundtrack, der im Menü zu hören war!

Einige Wochen später habe ich mir dann also doch das ganze Spiel zur Brust genommen und konnte es an drei Tagen mit rund 18 Spielstunden in der zweiten (von vier) Schwierigkeitsstufen durchspielen.
Und ich bin froh, dass ich es nicht schwieriger versucht habe – nicht dass ich es mir nicht zutraue, jedoch war die Ballerei mancherorts so ermüdend, da einfach immer neue Wellen von Monstern angriffen. Ich musste so lange an manchen Ecken stehen, weil ich einfach nicht weiterkam – ermüdend und auf die Dauer nervig. Ohne diese Wellenangriffe hätte das Spiel wohl nur 12 Stunden gedauert.

Den zweiten Kritikpunkt lasse ich gleich folgen: die Eintönigkeit der Level. Ich meine nicht, dass sie optisch eintönig sind – sie sehen opulent und fantastisch aus, aber Räume wiederholen sich einfach zu oft. In manchen Levels wiederholen sich zwei oder drei Räume/Strukturen wieder und wieder – es sind nicht die gleichen Räume, sehen aber genauso aus und man nutzt dieselbe Taktik um sie zu bewältigen – langweilig. Und als ob das nicht schon genug wäre, muss man zum Ende hin durch manche dieser Gegenden noch einmal zurück.

Viel Spaß hat jedoch das nutzen der verschiedenen Menschen- und Alien-Waffen gemacht, das ständige Umschalten war nötig und sinnvoll, was mir bei anderen Spielen nicht so vorgekommen war. Auch der Einsatz von Fahrzeugen hatte durchaus seinen Reiz. Es stehen ein Jeep mit Bordkanone, ein Panzer und zwei Alien-Fluggeräte zur Verfügung, die des Öfteren genutzt werden müssen.

Das Highlight schlechthin war jedoch – für mich als Science-Fiction-Fan – allein die Tatsache der Kulisse – einer künstlich geschaffenen Ringwelt mit dem Vielfachen der Landmasse eines Planeten (was die Eintönigkeit der Maps noch unverständlicher macht).
Kleiner Fehler jedoch: die Ringwelt kreiste nicht um einen Stern – eine derart üppige Vegetation wäre so nicht möglich … aber ich schweife ab.
Auch sehr gut war, wie schon erwähnt, der Soundtrack, der an gewissen Stellen des Spiels immer mal wieder einsetzte und sehr gut gepasst hat – ich als alter Instrumental-Soundtrack-Fan achte auf sowas natürlich!

Mein Fazit: Von der Grafik her, der Science-Fiction-Thematik, dem Charakter-Design und der Cinematografischen Ausführung der Zwischensequenzen her ist Halo ein Traum.
Ich folgte der Geschichte gespannt und konnte ihren nächsten Teil immer kaum erwarten und wurde nie enttäuscht; das Level-Design ist jedoch einfallslos, Strukturen wiederholen sich zu häufig. Auch der vorletzte Level, als ich noch einmal in Lara-Croft-Manier einige Dinge nacheinander erledigen musste, war eher unspektakulär. Spektakulär hingegen und vorallem abwechslungsreich kann ich jedoch den letzten Level bezeichnen, in dem ich auf einem der coolen Jeeps in einer Art Rallye fliehen musste. Das war nochmal ein Highlight.

Sollte Microsoft noch ein Mission-Pack veröffentlichen, werde ich ihm wahrscheinlich eine Chance geben in der Hoffnung, dass ich nicht als Einziger diese Eindrücke hatte und die Fan-Community dem Entwickler entsprechend bescheidgestoßen hat.




Verfasst 19. August 2005 von Ben in category "Kritik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Security Code: