Oktober 19

Ich bin schon ganz hibbelich

Wieso? Ganz klar!

am 28.10., also in knapp 2 Wochen kommt Andreas Eschbach in meinen Heimatort.
Andreas Eschbach? Wer das ist? Nu hör aber auf!

Er ist Autor vieler Bücher, die ich gelesen habe und die ich vor Allem auch gut  fand.

Die Haarteppichknüpfer habe ich innerhalb von 10 Stunden aufeiner Fahrt aus der Schweiz nach Hause gelesen – ich bin sonst eher ein langsam-leser – und lese einige Kapitel manchmal wieder, weil sich die Atmosphäre dieses Buches an manchen Stellen so verdichtet, dass es wieder genügt, um es sich wieder komplett in’s Gedächtnis zurufen.

Quest habe ich nicht so schnell gelesen. Es ist ungleich dicker und gehaltvoller, teils langatmiger aber durchweg interessant. Hauptsächlich die Verknüpfung zum Universum von Die Haarteppichknüpfer war faszinierend, und etwas ähnliches habe ich auch für meine Bücher vor.

Eine Billion Dollar habe ich als Hörbuch genossen und war gespannt, was der einfache Pizzabote mit seiner enormen Erbschaft anzustellen gedachte. Es war wohl drastisch gekürzt, aber an so ein dickes Buch mit dem Thema Wirtschaft, wenn es auch ein Thriller war, bin ich bisher nicht rangekommen, auch wenn es mir immer wieder nahegelegt wurde.

Das Jesus Video – ein spannend erzählter SciFi-Thriller mit dem gänsehautigsten Ende, das ich je gelesen habe. Von dem TV-Zweiteiler auf Pro7 war ich ungefähr so enttäuscht wie der Autor selbst, habe mich aber trotzdem gefreut, dass dieses Buch verfilmt wurde, auch wenn die Gänsehaut am Ende ausblieb.

Kelwitts Stern war eine schöne Geschichte über einen Ausserirdischen Besucher bei einer deutschen Familie. Durchweg interessant geschrieben, denn sonst hätte ich es nicht zu Ende gelesen, wie

Solarstation, in das ich einfach nicht richtig reingekommen bin. Der Vollständigkeit halber werde ich es aber noch einmal versuchen ;).

An Der letzte seiner Art bin ich auch nur als Hörbuch herangekommen, und fand es im Nachhinein auch gut so. Rückblickend muss ich sagen, fehlt dem (Hör-)Buch irgendetwas. Vielleicht habe ich aber auch nur etwas verpasst.

… wenn ich mir das so durchlese, muss ich sagen, mehr als die Hälfte der Bücher, die ich in den letzten Jahren konsumiert habe, waren von Eschbach, und das muss ja wohl einen Grund haben.

Andererseits bin ich vielleicht auch so hibbelich, weil ich mir ihn ganz heimlich als Vorbild auserkoren habe. Softwareentwickler in der Weltraumtechnik – okay, parallel ist anders, aber ich stelle mir dann gern vor, dass es auch mir gelingen kann, eines Tages mein erstes Buch fertigzustellen. Warum nicht?

In den letzten Tagen habe ich mal wieder auf seiner Webseite gestöbert, Kurzgeschichten gelesen und was er sonst so schreibt. Besonders stolz bin ich ja auch, dass er überhaupt in meinen Heimatort kommt, wo die anderen Stationen dieser Lesereise doch sonst sämtlich in den alten Bundesländern liegen und wie Hannover, Braunschweig und Düsseldorf allesamt ein paar Nummern größer sind. Ein großes Lob und Dankeschön geht hierfür an unserer Chefin der Bibliothek!

Tja, was erwarte ich? Was werde ich tun?
Obwohl es mir unter den Nägeln brennt, werde ich NICHT hingehen und sagen, Hallo, ich will auch ein Buch schreiben. Neenee. So nich.
Ich will diesen Abend einfach als Inspiration nutzen, als Anstoß wieder etwas an meinen Geschichten zu schreiben, vor Allem, Entscheidungen zu treffen, was die Figuren und Handlungen angeht, worin ich noch keine Kapazität bin.
Ja, Inspiration ist es, was ich mir von diesem Abend erwarte.

Gestern abend habe ich dann noch die ersten 10 Kapitel von Eschbachs aktuellem Buch gelesen, Der Nobelpreis. 70 Seiten in 2-3 Stunden sind für mich eine Meisterleistung und ich muss sagen, es wurde mir auch leicht gemacht. Bisher habe ich alles laut gelesen und habe mich sehr über die schnellen und mir teils angenehm witzg erscheinenden Dialoge gefreut.
Etwas weniger interessant empfand ich die Schilderungen der Förmlichkeiten rund um die Veranstaltungen des Nobelpreises, aber das liegt wohl eher an meinem generellen Desinteresse an königlichen Banketten und Sonstigem.
Ich will die 500+ Seiten in den nächsten Tagen noch schaffen, immerhin weiss ich noch nicht, was ich Eschbach in der eventuellen Frage-und-Antwort-Runde für Fragen stellen könnte.




Verfasst 19. Oktober 2005 von Ben in category "Persönlich

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