Juli 15

Vegan, Runde 2

Mit meinem ersten Vegan-Eintrag auf diesem Blog…
… berichte ich schon vom Überwinden meiner ersten Krise. Wer sich da an einen Zeitraffer erinnert fühlt, wird sich im folgenden Absatz bestätigt sehen:

Ende Mai ’13 hat ein Kumpel mir die Doku „Gabel statt Skalpel“ gezeigt. Der Aspekt der gesundheitsförderlichen Wirkung des Veganismus hat mich spontan überzeugt. (Das mögliche Abnehmen offiziell nur sekundär). Also esse ich seit 1. Juni 2013 vegan.
Größte Herausforderung hierbei ist, dass ich bis dahin überhaupt nicht kochen konnte. Das Produkt jedes vorangegangenen Versuchs konnte geschmacklich nicht überzeugen. Da ich bis dahin jedoch auf Arbeit in der Cafeteria gegessen hatte und ich die Mittagsmahlzeit beibehalten wollte, hieß es ab dann: abends selber kochen und Tags darauf mitnehmen. Das ging auch einen Monat lang gut. Ob es bis dahin gesundheitliche Auswirkungen gab, kann ich nicht sagen, ich hatte aber in 4 Wochen 4.7kg abgenommen. (Wobei ich zeitgleich begonnen habe, radzufahren – was meiner Meinung nach auch ein Ergebnis der veganbedingten Entwicklung in meinem Kopf war).
Dann folgten einige (eigentlich wenig bedeutsame) Ereignisse: zwei nicht (gut) gewordene Kuchen, leichte Überforderung in der Küche (vor allem beim Planen, Abwaschen und Aufräumen), woraufhin ich 2 Wochen lang zwar vegan aber wenig aufwändig gekocht (bzw. teils nicht gekocht sondern Brot gebacken) habe. Gleichzeitig fiel das Radfahren weg. In der ersten Woche der Flaute weil… weiss ich nicht (des Wetters wegen?) und in der zweiten Woche, weil ich das dringende Bedürfnis hatte, meine _Füße zu schonen_.

Es liegt nun ein Wochenede der inneren Einkehr und Reminiszenz hinter mir (ich hab also nüscht jemacht). Jedoch konnte ich einmal die Küche durchkärchern und etwas umorganisieren. Gleichzeitig habe ich bei einer Radtour festgestellt, dass ich das jetzt auch wieder regelmäßig machen sollte. Und die Waage war so gnädig, an meinem Wiegetag zumindest keine Zunahme zu meiner 4.7kg-Abnahme anzuzeigen.
Aus diesen Gesamtumständen ergab sich gestern neuer Schwung bei meiner inneren Ernährungsdebatte (die sich nie um den Veganismus ansich sondern eher um den Aufwand drehte), der zur Folge hat, dass sich die Zusammensetzung meiner Mahlzeiten nun wieder näher an dem orientieren wird, was gesunde Ernährung (abseits von vegan – jedoch trotzdem vegan) ausmacht. Mehr Gemüse, weniger süß, abwechslungsreicher. Wieder Sport und (App-gestützt) hoffentlich endlich ausreichend trinkend. Zwar drängt sich so mein (offiziell) sekundäres Ziel des Abnehmens als Triebwerk etwas in den Vordergrund, aber ich denke ich kann damit umgehen. Momentan.